Ausbringen von Jungmuscheln

Nach drei Monaten haben die Tiere eine Länge von etwa einem Millimeter erreicht – sie haben in der Zwischenzeit einen Kiemenreusenapparat entwickelt und sind nun zur selbständigen Ernährung in der Natur fähig. Zu diesem Zeitpunkt werden sie in Lochplatten in potentiellen Wohngewässern ausgebracht. Es handelt sich hierbei um Plexiglasplatten, in die Löcher gebohrt werden. In jedes Loch wird eine Muschel eingesetzt und die Platten schließlich beiderseits mit einem feinen Netz bespannt. Dieses Netz gewährleistet, dass die Muscheln in ihren Kammern bleiben, sich gleichzeitig vom organischen Material, das mit der fließenden Welle durch die Kammern gespült wird, ernähren können, aber vor Fressfeinden und Verschlammung geschützt sind. Auch diese Platten müssen in regelmäßigen Abständen kontrolliert und gewartet werden. Die Muscheln bleiben so lange in den Aufzuchtplatten, bis sie eine ausreichende Größe erreicht haben, die eine Aussiedlung in die freie Wildbahn zulässt.

Lochplatten mit Jungmuscheln werden ins Gewässer eingesetzt
Jungmuscheln in Buddensiekplatten
Vorbereitende Arbeiten
Kontrolliert ausgewilderte Jungmuscheln in Buddensiekplatten