Generelle Schutzmaßnahmen

Die wichtigste Grundlage im Flussperlmuschelschutz ist zweifelsohne die Kenntnis über noch existierende Bestände. Dieses Wissen ist die Basis für Erhaltungsmaßnahmen. Es muss permanent erneuert und evaluiert werden und einer möglichst großen Anzahl von Personen und Institutionen, die am Gewässer beschäftigt sind, zugänglich sein.
Im angewandten Perlmuschelschutz bestehen zwei sich ergänzende Erhaltungsstrategien. Einerseits müssen die Lebensbedingungen für die noch existierenden und für zukünftige Bestände verbessert werden. Dies lässt sich nur über allgemeine Schutzmaßnahmen und langfristige Sanierungskonzepte bewerkstelligen. Ein entscheidender Erfolg kann nur im Zusammenhang mit großflächigen Verbesserungen im gesamten Einzugsgebiet erreicht werden.
Bis zur entscheidenden Verbesserung der Lebensraumbedingungen muss für Muschelnachwuchs durch halbnatürliche und künstliche Vermehrung und Aufzucht gesorgt werden.

Das Überleben der Flussperlmuschel in Europa ist akut gefährdet. Vor allem in Mitteleuropa sind mehr als 90% der Tiere in den letzten Jahrzehnten verschwunden.