Unwissenheit

Unwissenheit stellt immer wieder als Ursache für das Auslöschen oder zumindest eine gefährliche Dezimierung von Flussperlmuschelbeständen dar. Bachräumungen durch Grundbesitzer und Erhaltungsbeauftragte, die weder über das Vorhandensein noch über die Gefährdungssituation der Flussperlmuschel Bescheid wissen, finden immer wieder statt.
Hinzu kommen Beeinträchtigungen im Gewässerumland (etwa Kalkdüngungen von Fichtenforsten) oder in weiter flussaufwärts gelegenen Fließstrecken (zum Beispiel Stauraumspülungen von Kraftwerken, Einleitung toxischer Substanzen in ein Gewässer), die meist in Unkenntnis des Vorhandenseins beziehungsweise des Schutzstatus der Flussperlmuschel geschehen. Die möglichst flächendeckende Information aller Interessensvertreter (Wasserkraftnutzer, Landwirte, Anrainer, Gewässererhaltungsverpflichtete, Fischereiberechtigte etc.) über Muschelbestände in möglicherweise von ihren Handlungen betroffenen Gewässern ist deshalb für einen effektiven Flussperlmuschelschutz unumgänglich.

Komplettes Muschelsterben in einem Zufluss der Aist nach Eintrag einer giftigen Substanz.
Verendete Flussperlmuscheln im Auhub nach einer Sohlräumung
Einleitung einer milchig weißen Substanz in die Aist