Aktuelles

02.10.2017

Ergebnisse Jungmuscheln 2017

Das heurige Erntejahr hat nicht nur vielversprechend begonnen, sondern überrascht erfreulicherweise auch mit einer hohen Überlebensrate der Jungmuscheln von rund 24% in den ersten kritischen Monaten bis zum Erreichen der 1-mm-Hürde. Demnach kann man davon sprechen, dass die Adaptierung der Laborhälterung hinsichtlich Futterzusammensetzung und Wasserwechsel-Führung Früchte getragen hat. Somit erreichten heuer 6030 durchwegs fitte Individuen die 1-mm-Marke und wurden mit Ende September in unterschiedlichen Hälterungssystemen ins Gewässer ausgebracht. Die aktuellen Hälterungssysteme sind Buddensiek-Boxen, Holzkisten, Steinsilos und die Hälterung im Barnhart-System.
Seit Beginn des Oberösterreichischen Artenschutzprojektes für die Flussperlmuschel im Jahr 2011 bis dato können wir nun insgesamt 8384 lebende, nachgezüchtete Jungmuscheln unterschiedlicher Altersklassen verzeichnen. Die Jungmuscheln entspringen drei Stämmen, nämlich aus dem Gießenbach, der Waldaist und der Naarn.

 

 

17.07.2017

Ernteerfolg 2017

Heuer können wir abermals über einen herausragenden Ernteerfolg berichten.
Der Startzeitpunkt der Ernte wurde optimal festgelegt und in einem relativ engen Zeitfenster von nur 20 Tagen (21. Juni bis 10. Juli 2017) wurden 14.851 juvenile Naarn-Muscheln und 10.722 juvenile Aist-Muscheln geerntet. Außerdem wurden heuer erstmals natürlich infizierte Bachforellen aus der Waldaist zur Jungmuschel-Ernte herangezogen. Von 27 Wirtsfischen konnten trotz geringer individueller Infektionsrate 155 juvenile Muscheln geerntet werden.
Nach diesem reibungslosen und erfolgreichen Verlauf des Erntevorganges werden die Jungmuscheln noch bis zum Erreichen einer Körperlänge von 1 mm im Labor gehältert. Erst dann werden sie in unterschiedlichen Hälterungssystemen ins Freiland ausgebracht.

 

 

24.04.2017

Die Abbildung zeigt die Flup-Anzahl bei aktueller Kontrolle im Verhältnis zur letzten Kontrolle: Buddensiek Box 89,3% Muschelsilo 100% Muschelsilo 96,4%

Erfreuliche Ergebnisse des Biomonitorings 2016/2017

Muscheln unterschiedlicher Stämme (Aist, Naarn, Gießenbach) und unterschiedlicher Jahrgänge (2011–2016) wurden in verschiedenen Hälterungssystemen in drei Mühlviertler Gewässern gehältert.
Bei der diesjährigen Kontrolle zeigten sich – wie auch in den Vorjahren – erfreulich hohe Überlebensraten. Vor allem der Gießenbach bietet optimale Überlebensbedingungen für Jungmuscheln in der fließenden Welle. Unabhängig vom Hälterungssystem zeigten dort speziell Jungmuscheln der Jahrgänge 2013 oder älter beeindruckend hohe Überlebensraten von zumindest 89% (siehe Abbildung).  Bei Jungmuscheln des Jahrganges 2015 wurden durchschnittliche Überlebensraten von rund 66% dokumentiert, bei den jüngsten Tieren aus dem Jahrgang 2016 lagen sie bei rund 53%. Für die erste Überwinterung im Freiland ist auch diese Rate als überdurchschnittlich hoch zu betrachten.
Klar zu erkennen ist, dass mit zunehmendem Alter und zunehmender Körpergröße die Mortalitätsrate immer stärker sinkt; bei den ältesten Jungtieren werden in den Hälterungssystemen bereits Überlebensraten von bis zu 100 % erreicht. Zudem konnte im Laufe der letzten Jahre klar nachgewiesen werden, dass sich neben dem altbewährten Buddensiek-Hälterungssystem auch der Muschelsilo sehr gut für die kontrollierte Hälterung von Jungmuscheln im Freiland eignet.