Aktuelles

04.09.2017

Ernteerfolg 2017

Heuer können wir abermals über einen herausragenden Ernteerfolg berichten.
Der Startzeitpunkt der Ernte wurde optimal festgelegt und in einem relativ engen Zeitfenster von nur 20 Tagen (21. Juni bis 10. Juli 2017) wurden 14.851 juvenile Naarn-Muscheln und 10.722 juvenile Aist-Muscheln geerntet. Außerdem wurden heuer erstmals natürlich infizierte Bachforellen aus der Waldaist zur Jungmuschel-Ernte herangezogen. Von 27 Wirtsfischen konnten trotz geringer individueller Infektionsrate 155 juvenile Muscheln geerntet werden.
Nach diesem reibungslosen und erfolgreichen Verlauf des Erntevorganges werden die Jungmuscheln noch bis zum Erreichen einer Körperlänge von 1 mm im Labor gehältert. Erst dann werden sie in unterschiedlichen Hälterungssystemen ins Freiland ausgebracht.

 

 

24.04.2017

Die Abbildung zeigt die Flup-Anzahl bei aktueller Kontrolle im Verhältnis zur letzten Kontrolle: Buddensiek Box 89,3% Muschelsilo 100% Muschelsilo 96,4%

Erfreuliche Ergebnisse des Biomonitorings 2016/2017

Muscheln unterschiedlicher Stämme (Aist, Naarn, Gießenbach) und unterschiedlicher Jahrgänge (2011–2016) wurden in verschiedenen Hälterungssystemen in drei Mühlviertler Gewässern gehältert.
Bei der diesjährigen Kontrolle zeigten sich – wie auch in den Vorjahren – erfreulich hohe Überlebensraten. Vor allem der Gießenbach bietet optimale Überlebensbedingungen für Jungmuscheln in der fließenden Welle. Unabhängig vom Hälterungssystem zeigten dort speziell Jungmuscheln der Jahrgänge 2013 oder älter beeindruckend hohe Überlebensraten von zumindest 89% (siehe Abbildung).  Bei Jungmuscheln des Jahrganges 2015 wurden durchschnittliche Überlebensraten von rund 66% dokumentiert, bei den jüngsten Tieren aus dem Jahrgang 2016 lagen sie bei rund 53%. Für die erste Überwinterung im Freiland ist auch diese Rate als überdurchschnittlich hoch zu betrachten.
Klar zu erkennen ist, dass mit zunehmendem Alter und zunehmender Körpergröße die Mortalitätsrate immer stärker sinkt; bei den ältesten Jungtieren werden in den Hälterungssystemen bereits Überlebensraten von bis zu 100 % erreicht. Zudem konnte im Laufe der letzten Jahre klar nachgewiesen werden, dass sich neben dem altbewährten Buddensiek-Hälterungssystem auch der Muschelsilo sehr gut für die kontrollierte Hälterung von Jungmuscheln im Freiland eignet.

 

 

18.04.2017

Die Abbildung zeigt die Anzahl der Muscheln nach Biomonitoring im Sediment im Verhältnis zur ursprünglichen Muschelzahl: Standort 1 = 83,3%, Standort 2 = 93,3%, Standort 3 = 83,3%

Sensationelle Überlebensraten der Jungmuscheln im Sediment

Erstmals wurden Hälterungsversuche von Jungmuscheln im Sediment durchgeführt. Als Ausbringungsgewässer stellte sich nach eingehender Prüfung der Käfermühlbach bei St. Thomas am Blasenstein als am besten geeignet dar.
Im Rahmen dieses Experiments wurden große, vitale Jungmuscheln der Jahrgänge 2011 und 2012 in Buddensiek-Boxen überführt und darin vollständig im Sediment vergraben. Nach 278 Tagen wurden die Platten ausgegraben und die Überlebensraten bestimmt.
Besonders erfreuliche Ergebnisse zeigten hier vor allem die im Jahr 2011 geernteten Jungmuscheln des Gießenbach-Stammes, die mit Überlebensraten zwischen 83,3 % und 93,3 % beeindruckten (siehe Abbildung). Somit konnte nachgewiesen werden, dass an geeigneten Stellen in diesem potentiellen Wiederansiedlungsgewässer eine ausreichende Sauerstoffversorgung für das Überleben der Tiere im Sediment vorliegt.

 

 

01.04.2017

Vision Flussperlmuschel – Start der neuen Projektphase III 2017–2020

Das Amt der Oberösterreichischen Landesregierung hat das Büro blattfisch mit der Betreuung der dritten Projektphase des Flussperlmuschel-Artenschutzprojektes „Vision Flussperlmuschel“ beauftragt.